Woran liegt es? Sie haben in Ihrer Datenbank alles angegeben, jedes noch so “unwichtige” Detail angeklickt oder eingetippt, trotzdem finden Sie Ihr eigenes Fahrzeug nicht.
Der Grund ist schon recht technisch und liegt an den verschiedenen Formaten Ihrer Datenbank und den Datenbanken von Moblie und Autoscout. Datenbanken bestehen, vereinfacht gesagt, aus Tabellen und die Inhalte der Tabellen aus Feldern.
Es gibt verschieden Arten von Feldern. “Textfelder” zum Beispiel für die Ausstattung. Darin könnten Sie beispielsweise die Ausstattung eines Autos einfach eintippen. Sie könnten dann die Reihenfolge der Angaben bestimmen und auch die Schreibweise. So könnten Sie dort “e-FH”, “el-Fenster” oder “elektrische Fensterheber” reinschreiben. Sie bestimmen und haben die Kontrolle welche Schreibweise am Ende zu sehen ist.
Wenn allerdings Ihre Datenbank so ein Format hat, dann werden Sie in der Regel ein Problem haben mit einem sauberen Datenexport an z.B. Autoscout, denn Autoscout handhabt es etwas anders. Damit man nach bestimmten Ausstattungen suchen kann, hat man dort 30 Merkmale ausgewählt und sie als sogenannte “Ja/Nein” Felder angelegt. In der Praxis heisst das, dass dort zum Beispiel “Klimaautomatilk” steht und daneben eine Klickbox auftaucht in die Sie einen Haken setzen können (Ja) oder eben keinen Haken setzen (Nein).
Geben Sie Ihr Auto manuell ein ist das nicht schwer. Sie klicken auf die entsprechenden Felder und das Auto wird vom Kunden gefunden. Leider ist so eine doppelte Dateneingabe, mit Mobile eventuell sogar dreifache sehr zeitraubend und kaum praktikabel. In der Regel wird aus dem Händler DMS (Dealer Mangement System) in dem alle Autos angelegt sind, direkt in die Autobörsen exportiert.
Und genau hier haben wir das Problem! Für den Datenexport von einer Datenbank (DMS) in eine andere (z.B. Mobile) braucht man eine sogenannte Export- und Importschnittstelle. Die meisten davon (so ca. 80%) sind aber lausig programmiert. Da gibt es schon einige Reibungsverluste.
Da eine Datenbank von Haus aus nicht die menschliche Intelligenz besitzt, reichen schon kleine Abweichungen von der gewohnten Schreibweise um Reibungsverluste zu erzeugen. Ein Beispiel: ein Fahrzeug hat ABS. Ihre Schnittstelle ist entsprechnd programmiert es zu erkennen und aktivert beim Datenexport an Autoscout das entsprechende Feld. Kommen Sie aber später mal auf die Idee “Antiblockiersystem” zu schreiben wird es nicht mehr erkannt und folglich wird Ihr Auto nicht gefunden sobald ein Kunde bei der Autoscout-Suche “ABS” anklickt.
Ein Beispiel sollte reichen.

Unter “Fahrzeugausstattung” finden Sie alles, was Autoscout aus Ihrem Datenexport Erkannt oder anders gesagt: Interpretiert hat. Dort finden Sie die Ausstattungen, die unter der “Erweiterten Suche” von AS24 gesucht werden können.
Unter “Weitere Informationen” finden Sie die Angaben, für die es bei Autoscout keine Suchkriterien gibt oder die Merkmale, die von Autoscout schlicht nicht erkannt wurden.
In dem Beispiel hier finden Sie gleich einige Beispiele dafür was das Autohaus auf dem Screeshot von Autoscout hätte besser machen können. Hier die Liste der Sachen, die mir auffallen:
ESP ist im Freitext angegeben, wird auch als solches erkannt, leider wird Traktionskontrolle nicht ebenfalls markiert.
Kopfairbag steht im Freitext. Dafür gibt es kein entsprechendes Feld in den Suchkriterien von AS24. Allerdings kenne ich kein Auto, das Kopfairbags hat aber keine Seitenairbags und keine Frontairbags. Unser System zum Beispiel bei “Odwald & Berlik” erkennt sowas automatisch und markiert in so einem Fall ebenfalls die Suchkriterien: Airbag, Beifahrerairbag, Seitenairbags.
“Lederausstattung Buffalino” steht im Freitext. Dummerweise scheint der Begriff “Buffalino” die Datenbank so zu verwirren, dass in den entscheidenden Kriterien nicht mal “Lederaustattung” aktiviert wurde.
Ergebnis: Sobald ein Kunde bei Autoscout die Merkmale wie: Airbag, Beifahrerairbag, Traktionskontrolle oder Lederausstattung anklickt wird dieses Auto von Lohse & Krause nicht gefunden, obwohl alle genannten Ausstattungen vorhanden sind!
Dabei liesse sich das leicht verhindern. Schade.
Zum Schluss wieder eine Frage in eigener Sache: Sind die Artikel verständlich? Gehen Sie nicht zu tief ins technische? Kann jeder folgen oder sollte ich etwas genauer erklären? Haben Sie Fragen? Stellen Sie sie in den Kommentaren, ich beantworte sie gerne!
Bis demnächst
Christoph Odwald –>