Videoclip

Juli 12th, 2007

Heute habe ich was neues ausprobiert. Ich versteigere für eine Kundin gerade einen 16 Jahre alten Golf 2 bei Ebay und habe zur Unterstützung ein Videoclip gedreht, um den Bietern einen besseren Eindruck vom Auto zu vermitteln. Ich gehe um das Auto herum, versuche jeden Kratzer am Auto zu zeigen, um den Bietern möglichst viel Sicherheit zu geben.

Den Clip können Sie hier sehen.

Was denken Sie?

Die zugehörige Auktion finden Sie hier.

Vom Händler bekam die Kundin 300 EUR geboten. Ich denke der Wagen müsste über Ebay deutlich übber 800 bringen.

Bin schon gespannt.

Komplette

April 7th, 2007

Woran liegt es? Sie haben in Ihrer Datenbank alles angegeben, jedes noch so “unwichtige” Detail angeklickt oder eingetippt, trotzdem finden Sie Ihr eigenes Fahrzeug nicht.

Der Grund ist schon recht technisch und liegt an den verschiedenen Formaten Ihrer Datenbank und den Datenbanken von Moblie und Autoscout. Datenbanken bestehen, vereinfacht gesagt, aus Tabellen und die Inhalte der Tabellen aus Feldern.

Es gibt verschieden Arten von Feldern. “Textfelder” zum Beispiel für die Ausstattung. Darin könnten Sie beispielsweise die Ausstattung eines Autos einfach eintippen. Sie könnten dann die Reihenfolge der Angaben bestimmen und auch die Schreibweise. So könnten Sie dort “e-FH”, “el-Fenster” oder “elektrische Fensterheber” reinschreiben. Sie bestimmen und haben die Kontrolle welche Schreibweise am Ende zu sehen ist.

Wenn allerdings Ihre Datenbank so ein Format hat, dann werden Sie in der Regel ein Problem haben mit einem sauberen Datenexport an z.B. Autoscout, denn Autoscout handhabt es etwas anders. Damit man nach bestimmten Ausstattungen suchen kann, hat man dort 30 Merkmale ausgewählt und sie als sogenannte “Ja/Nein” Felder angelegt. In der Praxis heisst das, dass dort zum Beispiel “Klimaautomatilk” steht und daneben eine Klickbox auftaucht in die Sie einen Haken setzen können (Ja) oder eben keinen Haken setzen (Nein).

Geben Sie Ihr Auto manuell ein ist das nicht schwer. Sie klicken auf die entsprechenden Felder und das Auto wird vom Kunden gefunden. Leider ist so eine doppelte Dateneingabe, mit Mobile eventuell sogar dreifache sehr zeitraubend und kaum praktikabel. In der Regel wird aus dem Händler DMS (Dealer Mangement System) in dem alle Autos angelegt sind, direkt in die Autobörsen exportiert.

Und genau hier haben wir das Problem! Für den Datenexport von einer Datenbank (DMS) in eine andere (z.B. Mobile) braucht man eine sogenannte Export- und Importschnittstelle. Die meisten davon (so ca. 80%) sind aber lausig programmiert. Da gibt es schon einige Reibungsverluste.

Da eine Datenbank von Haus aus nicht die menschliche Intelligenz besitzt, reichen schon kleine Abweichungen von der gewohnten Schreibweise um Reibungsverluste zu erzeugen. Ein Beispiel: ein Fahrzeug hat ABS. Ihre Schnittstelle ist entsprechnd programmiert es zu erkennen und aktivert beim Datenexport an Autoscout das entsprechende Feld. Kommen Sie aber später mal auf die Idee “Antiblockiersystem” zu schreiben wird es nicht mehr erkannt und folglich wird Ihr Auto nicht gefunden sobald ein Kunde bei der Autoscout-Suche “ABS” anklickt.

Ein Beispiel sollte reichen.

01.jpg

Unter “Fahrzeugausstattung” finden Sie alles, was Autoscout aus Ihrem Datenexport Erkannt oder anders gesagt: Interpretiert hat. Dort finden Sie die Ausstattungen, die unter der “Erweiterten Suche” von AS24 gesucht werden können.

Unter “Weitere Informationen” finden Sie die Angaben, für die es bei Autoscout keine Suchkriterien gibt oder die Merkmale, die von Autoscout schlicht nicht erkannt wurden.

In dem Beispiel hier finden Sie gleich einige Beispiele dafür was das Autohaus auf dem Screeshot von Autoscout hätte besser machen können. Hier die Liste der Sachen, die mir auffallen:

ESP ist im Freitext angegeben, wird auch als solches erkannt, leider wird Traktionskontrolle nicht ebenfalls markiert.

Kopfairbag steht im Freitext. Dafür gibt es kein entsprechendes Feld in den Suchkriterien von AS24. Allerdings kenne ich kein Auto, das Kopfairbags hat aber keine Seitenairbags und keine Frontairbags. Unser System zum Beispiel bei “Odwald & Berlik” erkennt sowas automatisch und markiert in so einem Fall ebenfalls die Suchkriterien: Airbag, Beifahrerairbag, Seitenairbags.

“Lederausstattung Buffalino” steht im Freitext. Dummerweise scheint der Begriff “Buffalino” die Datenbank so zu verwirren, dass in den entscheidenden Kriterien nicht mal “Lederaustattung” aktiviert wurde.

Ergebnis: Sobald ein Kunde bei Autoscout die Merkmale wie: Airbag, Beifahrerairbag, Traktionskontrolle oder Lederausstattung anklickt wird dieses Auto von Lohse & Krause nicht gefunden, obwohl alle genannten Ausstattungen vorhanden sind!

Dabei liesse sich das leicht verhindern. Schade.

Zum Schluss wieder eine Frage in eigener Sache: Sind die Artikel verständlich? Gehen Sie nicht zu tief ins technische? Kann jeder folgen oder sollte ich etwas genauer erklären? Haben Sie Fragen? Stellen Sie sie in den Kommentaren, ich beantworte sie gerne!

Bis demnächst
Christoph Odwald –>

80%

April 5th, 2007

Kühne Behauptung. Ich weiss.

Machen Sie selbst den Test. Es ist ganz einfach: Nehmen wir als Beispiel einen Audi A6, Diesel, Kombi, ab EZ. 2005 in meiner Umgebung, also 100 km um Bremen.

Ich gebe genau diese Daten als Suchkriterien an und finde heute 366 passende Fahrzeuge.

Nun wiederhole ich die Suche und klicke zusätzlich folgendes an: Klima, Klimaautomatik, e-Fenster, ABS, Airbag, Beifahrerairbag, Seitenairbags, ZV, Wegfahrsperre, Tranktionskontrolle, ESP, Alufelgen, Bordcomputer, Nebelscheinwerfer und die Servolenkung.

Fällt Ihnen etwas auf?

Alle 366 Audi A6 haben diese Ausstattung, denn hierbei handelt es sich um die Serienausstattung. Folglich müsste ich eigentlich im Suchergebnis wieder 366 Autos finden. Das Ergebnis aber erstaunt, denn ich finde nicht die erwarteten 366, sondern nur 83 Fahrzeuge. Das macht ca. 22% aus, also fallen 78% der Autos durch das Suchraster, auf Grund schlechter, bzw. unvollständiger Datenqualität.

Bei den fehlenden Autos wurden Teile der Serienausstattung nicht eingepflegt oder zwar eingegeben aber von Autoscout nicht erkannt, dazu aber später mehr. In der Regel werden Serienausstattungen nicht eingegeben, weil der Verkäufer es für selbstverständlich hält, dass der Kunde WEISS, was am gesuchten Auto Serie ist und was nicht. Ich hörte mehrmals Autohändler sagen, dass IHRE Kunden es sehr genau wissen. Ja liebe Händler, IHRE Kunden wissen es, dass der A6 ABS hat, denn alle die es nicht wissen, haben Sie durch Ihre schlechte Datenqualität vorab aussortiert. Die kommen gar nicht in Ihr Autohaus. Die kaufen ihren A6 woanders, weil sie Ihren A6 gar nicht finden!

Natürlich habe ich gemeinerweise ESP UND Tranktionskontrolle angeklickt. Klima UND Klimaautomatik aktiviert. Natürlich gibt kein einzelner Kunde beides an. Aber können Sie beinflussen ob der eine nun Klima und der andere Klimaautomatik anklickt? Wenn Sie von beiden Kunden gefunden werden wollen müssen sie beide Merkmale aktivieren.

So viel zur Wichtigkeit der Datenqualität. Weiter im Thema geht es in einigen Tagen.

Schöne Ostern wünscht
Christoph Odwald –>

Erster

März 21st, 2007

Ich habe vor einigen Monaten einen Artikel für die Gebrauchtwagen Praxis und KFZ Betrieb verfasst in dem ich die wichtigsten Kriterien für die Präsenz in den Autobörsen beschreibe. Den Artikel in seiner vollen Länge habe ich auf www.haendler-treff.de veröffentlicht. Hier der direkte Link. Man muss sich zwar vorher dort als Händler registrieren, bevor man den Artikel lesen kann, aber es lohnt sich.

Heute will ich noch genauer auf die Datenqualität und ihre Bedeutung eingehen.

Die Faustregel lautet: Wenn Sie ihren Gebrauchtwagen nicht vollständig beschreiben, dann wird der Kunde, der genau Ihren Wagen sucht, ihn leider nicht finden.

Allerdings ist das Thema um einiges veilschichtiger. Nehmen wir mal an, dass Sie ein populäres Fahrzeug anbieten. Einen VW Golf, Passat, Audi A4 oder Opel Astra. Für die meisten Händler sind das die wichtigsten "Brot und Butter" Fahrzeuge, mit den die meisten Umsätze realisiert werden. Ich habe mal ein beliebiges Beispiel aus Autoscout genommen.

Dieses Auto soll verkauft werden. (Da sich die Inhalte in den Autobörse ständig ändern, arbeite ich mit Screenshots. Klicken Sie auf die Grafiken um die Screenshots in voller Größe zu sehen.)

Ich wette es wird nicht übers Internet verkauft! Bestenfalls an jemanden der in unmittelbarer Nähe wohnt.

Hier die Gründe warum:

Angenommen ich bin ein Kunde, der einfach einen Audi A4 will, nicht älter als 3 Jahre, nicht mehr als 75.000 km, Diesel soll es sein und ein Kombi. Besondere Ansprüche an die Ausstattung habe ich nicht. Grundsätzlich kommt der Wagen für mich in Frage. Das Problem ist nur, dass ich fünfzig oder gar hundert passende Audi A4 Kombi finde, die billiger sind als mein Beispielfahrzeug. Kein Wunder, unser Beispielwagen hat schliesslich eine sehr gute Ausstattung, deshalb darf er auch mehr kosten. Er kommt also nur für einen Kunden in Frage, der diese Ausstattung schätzt, will und bereit ist, den Aufpreis zu bezahlen.

Also nehmen wir an, ich bin der ideale Kunde für das Fahrzeug. Ich will den oben genanten Audi A4 aber jetzt ist mir die Ausstattung wichtig. Der Wagen soll Navi, Leder, ABS, ESP, 4 Airbags, Automatikgetriebe und Alufelgen haben. All das sind Dinge, die unser Beispielauto bietet. Was findet der Kunde jetzt vor?

So wurde gesucht:

Das sind die Treffer:

Oh wie schade! Mein Beispielwagen hätte eigentlich auf Platz 2 auftauchen müssen. Jetzt ist er nicht mehr zu teuer, allerdings ist er auch nicht mehr in der Trefferliste, kann folglich kaum an diesen Kunden verkauft verkauft werden!

Was ist passiert?

Der Anbieter hat es versäumt seine Fahrzeugdaten vollständig in Autoscout anzubilden. Demnach fällt er durch das Suchraster, wird nicht gefunden, wird also nicht beachtet und folglich wird auch nicht an den "Idealkunden" verkauft. Das ist sehr schade, passiert aber täglich tausendfach.

Das Auto hat lediglich eine Chance wenn der Kunde ZUFÄLLIG aus der direkten Umgebung kommt. Suche ich nämlich nur im Umkreis von 20 km um den Standort, verkleinert sich die Treffermenge auf so wenige Fahrzeuge, dass unser Beispielwagen auch eine Chance bekommt bemerkt zu werden. Dann landet er nämlich auf Platz 11. Allerdings ist der Umkreis von 20 km geradezu jämmerlich im Vergleich zu Konkurrenzanbietern, die Bundesweit, gar Europaweit verkaufen!

Heute werden ca. 80% der Angebote in Autoscout nicht vollständig beschrieben. Nur 20% der Händler haben ihre Fahrzeugdaten im Griff. Wie man im einzelnen die Datenqualität beurteilt und die eigenen Daten in den Grif bekommt beschreibe ich im nächsten Artikel.

Bisher alles verstanden? Falls es zu technisch war, bitte um entsprechende Kommentare.

Bis dahin viel Erfolg
Christoph Odwald



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Mobile

März 14th, 2007

Wo soll man bloss Anfangen? Ich starte mit dem Bereich in dem die meisten Autos verkauft werden können. Dem Auftritt in den Börsen und mit “den Börsen” meine ich eigentlich nur Mobile und Autoscout, denn obwohl wir selbst eine gut besuchte Autobörse betreiben (www.gebrauchtwagen-welt.de), gebe ich gerne zu, dass nach meiner Erfahrung mindestens 95% der Umsätze in den Autobörsen durch die beiden Marktführer umgesetzt werden.

Einen deutlichen Unterschied zwischen Mobile und Autoscout konnte ich bisher nicht ausmachen. Einige meiner Kunden verkaufen mehr über Mobile, die anderen schwören auf Autoscout. Was mir deutlich auffiel ist folgendes: Präsenz in BEIDEN Börsen ist sinnvoll, wenn nicht sogar unerlässlich!

Um selbst meine eigenen Efrahrungen zu sammeln, betreibe ich einen eigenen Autohandel. Es ist eher eine Übungswiese mit der ich eigene “Fronterfahrungen” sammeln und neue Techniken selbst testen kann. Ich verkaufe ca. 50 Gebrauchtwagen im Jahr und folgendes habe ich mehrfach festgestellt: Für die Paar Fahrzeuge, die ich selbst anbiete, lohnt es sich wirklich nicht Accounts in beiden Börsen zu unterhalten. Ich nutze im Moment dauerhaft Autoscout und stelle manche Fahrzeuge gegen 10- EUR Gebühren auch bei Mobile aus.

Folgendes ist mir dabei aufgefallen: Gebrauchtwagen, die seit einem Monat oder mehr bei Autoscout angeboten werden, ohne einen einzigen Anruf zu generieren können durchaus mehrere Interessenten anlocken können, sobald sie bei Mobile stehen und das ohne Preisänderung. Ein mal sogar erlebte ich es bei zwei Autos gleichzeitig. Nachden beide nach mehreren Wochen bei Autoscout ebenfalls bei Mobile reingestellt habe, gab es sofort mehrere Anrufe und beide Autos wurden innerhalb einer Woche verkauft!

Das zeigt deutlich das nicht jeder Interessent in beiden Börsen sucht.

Fazit: Jeder Händler, der nur Mobile ODER Autoscout nutzt verschenkt jeden Monat Umsatz!

Bis zum nächsten Mal!
Christoph Odwald –>